Skript Woche 9: „Lernziele & Backwards Design – wissen, wohin"
60-Minuten-Sitzung · Block 2 · Fortbildung Quereinsteiger Sek I/II
1. Überblick
| Leitfrage | Was genau sollen meine Schüler am Ende können – und woran erkenne ich es? |
| Kernquellen | Wiggins & McTighe, Understanding by Design (Backwards Design, die zwei Kardinalfehler der Planung); McCrea, Lean Lesson Planning (Lern-Meilensteine); Lemov, Teach Like a Champion 3.0, T1 (Exemplar Planning) |
| Funktion im Jahr | Vertieft Frage 1 aus W8 (Ziel: Was sollen am Ende alle können, und woran sehe ich das?). Mindestziel, Meilensteine und Idealantwort werden Maßstab für Exit Tickets (W13), Verständnisprüfung (Block 4), Erwartungshorizonte (W33) und die Lean-Planung (W31/32). |
| Lernziele | Die TN können: 1. für eine Stunde ein Mindestziel (was alle können sollen) und 2–4 ansteigende Meilensteine formulieren, die aufeinander aufbauen und sich mit einer Aufgabe prüfen lassen, 2. die ideale Schülerantwort zum Mindestziel vorab selbst schreiben (Idealantwort) und daraus ableiten, welche Schritte die Stunde braucht. |
| Sitzungstyp | Schreibwerkstatt an realen Stunden der kommenden Woche – der Output der Sitzung wird montags unterrichtet. |
2. Vorbereitung
Raum: Tandems an Tischen. Vorab-Auftrag (in W8 angesagt!): Jeder bringt das Thema einer echten Stunde der kommenden Woche mit (Fach, Klasse, Stoff – mehr nicht).
Material (Checkliste):
- Retrieval-Quiz liegt aus
- Handout A: Zielbogen mit Prüf-Ampel (Anhang 1.1)
- Handout B: Vier Beispielketten – 2 tragfähige, 2 untaugliche (Anhang 1.2)
- Die zwei „inneren Monologe" als Vorlesetexte (Anhang 1.3)
3. Ablauf im Detail (60 Minuten)
Phase 0 · Ankommen (Minute 0–2) — Standard.
Phase 1 · Retrieval-Starter (Minute 2–8) — 5 Fragen (Anhang 2, Teil 1).
Phase 2 · See it: Zwei Arten, falsch zu planen (Minute 8–15)
Moderation liest beide inneren Monologe vor (Anhang 1.3), langsam und mit etwas Augenzwinkern:
Planer A (Aktivitätsfokus): „Ich hab bei Instagram dieses geniale Gruppenpuzzle zur Französischen Revolution gesehen – mit Rollenkarten und allem. Das MUSS ich machen. Okay… was war nochmal eigentlich das Thema diese Woche? Egal, das pass ich an. Die Stunde wird super." Planer B (Abdeckungsfokus): „Kapitel 7 muss bis Freitag durch, sonst schaffe ich Kapitel 8 nicht vor den Ferien. Also: Montag Seite 84 bis 87, Mittwoch 88 bis 91, die Aufgaben 1 bis 6, Freitag Rest. Puh. Eng, aber machbar."
Moderationstext: *„Handzeichen, ehrlich und ohne Scham: Wer erkennt sich in A? … In B? … In beiden, je nach Wochentag? Ich auch, jahrelang. Und jetzt der unbequeme Punkt: Beide fühlen sich nach guter Arbeit an. A hat Begeisterung, B hat Pflichtgefühl. Aber beide zielen auf das Falsche. A plant Beschäftigung: Die Frage ‚Was tun die Schüler?' hat die Frage ‚Was lernen sie?' verdrängt. B plant das Durchkommen: Der Stoff ist durch, aber ob die Klasse mitgekommen ist, steht auf keinem seiner Zettel. Grant Wiggins und Jay McTighe nennen das die zwei Kardinalfehler der Planung, McCrea baut darauf auf. Das Gegenmittel ist leicht gesagt und schwer getan: Fang am Ende an."*
Phase 3 · Input: Backwards Design, Meilensteine, Idealantwort (Minute 15–28)
3a · Backwards Design (Min. 15–18)
„Die Planungsreihenfolge, die trägt: zuerst ‚Was sollen sie am Ende können?', dann ‚Woran erkenne ich das?', und ganz zuletzt ‚Welche Aktivität bringt sie dahin?'. Wiggins und McTighe nennen das Backwards Design, also rückwärts planen. Lemov beschreibt bei den Lehrkräften, die er beobachtet und filmt, dieselbe Gewohnheit: Sie überlegen sehr genau, was am Ende herauskommen soll, und stecken vergleichsweise wenig Mühe in die Suche nach Aktivitäten. Das ist umgekehrt zum Bauchgefühl. Und eine Entwarnung: ‚Am Ende anfangen' heißt nicht ‚mehr planen'. Es heißt, die ersten zehn Planungsminuten in umgekehrter Reihenfolge zu verwenden."
3b · Mindestziel und Meilensteine (Min. 18–23)
„Das Ziel einer Stunde ist kein Thema. ‚Wir machen heute Photosynthese' ist ein Ort, kein Ziel: Man kann dort ankommen, ohne dass irgendjemand etwas kann. Stattdessen formuliert ihr Könnens-Sätze, und zwar in zwei Teilen. Erstens das Mindestziel: Was sollen am Ende alle können? Das ist Frage 1 aus Woche 8, und genau das prüft später euer Exit Ticket. Für Photosynthese etwa: ‚Kann die Wortgleichung nennen und erklären, wozu die Pflanze Licht braucht.' Zweitens zwei bis vier Meilensteine, die darauf aufbauen und darüber hinausgehen, etwa: ‚Kann vorhersagen, was im Dunkeln mit der Stärkeproduktion passiert.' Den ersten Meilenstein schaffen fast alle, den letzten die Stärkeren. So ist die Differenzierung schon eingebaut. Drei Prüfsteine, unsere Ampel: aufbauend, die Sätze bauen aufeinander auf; ansteigend, es wird von Satz zu Satz anspruchsvoller; prüfbar, ihr könnt zu jedem Satz eine Aufgabe stellen. Wer eine Aufgabe stellen kann, hat automatisch ein klares Ziel. Mindestziel und Meilensteine sind ab Woche 13 der Maßstab eurer Exit Tickets und ab Woche 33 das Gerüst eurer Erwartungshorizonte."
3c · Von der Idealantwort her planen (Min. 23–28)
Zuerst eine Szene vorlesen:
Ein Biologielehrer will, dass seine 8. Klasse „den Treibhauseffekt erklären kann“. Er setzt sich hin und schreibt die Antwort, die er sehen will. Nach dem dritten Satz stockt er: „Wärmestrahlung“ haben sie nie gelernt. Und dass die Erde selbst strahlt, weiß vermutlich niemand. Seine Stunde hätte an genau dieser Stelle einen Sprung gehabt, und er hätte es erst beim Korrigieren gemerkt.
„Das ist Lemovs Technik Nummer eins, im Buch steht sie tatsächlich an erster Stelle: Schreib die ideale Schülerantwort selbst auf, und zwar vorher. Nicht die Aufgabe, sondern die Antwort. Drei Sätze oder sieben? Mit dem Wort ‚Wärmestrahlung' oder reicht ‚Wärme'? Mit Beispiel? Sobald ihr das ausformuliert, passieren drei Dinge. Erstens wisst ihr genau, was ihr wollt. Zweitens seht ihr sofort die Lücken, so wie der Kollege eben. Das sind die kleinen Schritte aus Frage 3 in Woche 8. Drittens habt ihr einen Maßstab für jede Antwort in der Stunde; ‚Right is Right' in Block 4 braucht genau diese Idealantwort. Fünf Minuten Schreibarbeit, die sich dreifach lohnen."
Phase 4 · Name it (Minute 28–32)
Handout A: Mindestziel: Was sollen am Ende alle können? — Ampel-Check je Satz: aufbauend? · ansteigend? · prüfbar (welche Aufgabe stelle ich)? — plus Idealantwort-Frage: „Habe ich die Idealantwort zum Mindestziel selbst ausformuliert?" — plus Reihenfolge-Regel: Ziel → Nachweis → Aktivität (nie andersherum).
Fingerzeichen-Kalibrierung (2 Min.): 4 Formulierungen vorlesen – Ziel oder Thema? (z. B. „Die SuS setzen sich mit Gedichten auseinander" = Thema/Nebel; „Die SuS können ein Metrum bestimmen und am Text belegen" = Ziel.)
Phase 5 · Do it: Werkstatt an der echten Montagsstunde (Minute 32–52)
Runde 1 · Kalibrierung an Fremdmaterial (Min. 32–38)
Tandems bewerten die 4 Beispielketten (Handout B) mit der Ampel: Welche zwei tragen nicht, und woran genau? Wo liegt jeweils das Mindestziel? Plenums-Blitz: je Kette 30 Sekunden. (Die beiden untauglichen Ketten scheitern an „nicht aufbauend" bzw. „nicht prüfbar", siehe Anhang 1.2. Die Diskussion eicht die Ampel, bevor sie an die eigenen Ketten gelegt wird.)
Runde 2 · Eigene Meilensteinkette + Idealantwort (Min. 38–48)
Einzelarbeit an der mitgebrachten realen Stunde:
- Mindestziel und 2–4 Meilensteine schreiben (5 Min.).
- Zur Aufgabe, die das Mindestziel prüft, die Idealantwort ausformulieren: die Antwort, wie sie im Heft stehen soll (5 Min.).
Moderation geht herum; häufigste Intervention: „Das ist die Aufgabe. Ich will die Antwort sehen."
Runde 3 · Härtetest (Min. 48–52)
Tandem-Prüfung mit zwei Fragen: „Woran misst du dein Mindestziel, welche Aufgabe stellst du?" und „Zeig mir in der Idealantwort die Scheiter-Stelle – die Stelle, an der schwache Schüler scheitern werden." → nachschärfen. (Die zweite Frage erzwingt den Blick auf Schrittgrößen – die Brücke zu W10.)
Phase 6 · Action Step (Minute 52–58)
Standard: „Für jede neue Stunde dieser Woche schreibe ich zuerst das Mindestziel und die ideale Schülerantwort dazu auf, vor der Methodenwahl und vor dem Material. Fünf Minuten, handschriftlich reicht."
Alternativen:
- Einseiter-Woche: alle Stunden nur als Mindestziel + Meilensteine + Idealantwort + grobe Phasen planen (Vorgriff Lean, W31; gut für alle, die zu viel planen).
- Planungs-Tagebuch: bei jeder Stunde nachträglich notieren, wie sie geplant wurde (A? B? rückwärts?). Eine reine Beobachtungswoche für Skeptiker.
Ausblick: „Nächste Woche das I do: wie man so erklärt, dass jemand folgen kann, für den der Stoff neu ist. Es geht um lautes Denken, um Beispiele und darum, warum ausgerechnet eure Berufserfahrung euch beim Erklären im Weg steht. Bringt Mut mit: Es gibt Mikroteaching, jede und jeder erklärt drei Minuten vor der Gruppe. Bereitet dafür einen kleinen Fachinhalt eurer Wahl vor." (Vorab-Auftrag W10 explizit ansagen und auf die Exit-Karte drucken!)
Phase 7 · Exit-Karte (Minute 58–60) — Standard + Erinnerungszeile Mikroteaching-Auftrag.
4. Coaching-Woche 9 (Handreichung)
- Format-Wechsel: Diese Woche ist ein Planungs-Coaching sinnvoll (30 Min. vor der Stunde statt nur Hospitation): Mindestziel, Meilensteine und Idealantwort der Montagsstunde gemeinsam durchgehen; Coach fragt nur die zwei Härtetest-Fragen.
- Hospitationsfokus (falls regulär): Wird das geplante Ziel im Unterricht sichtbar? Kennen die SuS es (Stichprobe: 2 SuS nach der Stunde fragen: „Was solltet ihr heute lernen?" – ernüchternd und erhellend)?
- Auswertung: Idealantwort neben 3 echte Schülerantworten aus der Stunde legen – die Lücke ist der nächste Action Step.
- Red Flag: TN produziert 8+ „Meilensteine" pro Stunde (Angst, etwas zu vergessen) → gemeinsam auf Mindestziel + 2 eindampfen: „Welche sind nur Zwischenschritte von anderen?"
Anhang 1: Übungsmaterial
1.1 Handout A: Zielbogen
Kopf: Fach/Klasse/Thema/Datum. — Mindestziel (was alle können sollen) + Prüfaufgabe. — Tabelle: Meilenstein (Könnens-Satz) | Ampel: aufbauend · ansteigend · prüfbar | Prüfaufgabe dazu (ein Satz). — Fußfeld: Idealantwort (zur Aufgabe des Mindestziels, ausformuliert). — Merkzeile: Ziel → Nachweis → Aktivität.
1.2 Handout B: Vier Beispielketten
Kette 1 (tragfähig, Englisch Kl. 8): kann 5 unregelmäßige Verben im past simple bilden → kann in 4 vorgegebenen Sätzen zwischen past simple und present perfect entscheiden → kann die Entscheidung mit der Signalwort-Regel begründen → schreibt einen 5-Satz-Text über das Wochenende und verwendet dabei past simple und present perfect jeweils mindestens einmal richtig. (aufbauend ✓ ansteigend ✓ prüfbar ✓; Mindestziel: die ersten beiden Sätze) Kette 2 (untauglich, Geschichte Kl. 9): kann sich in die Zeit des Kalten Krieges einfühlen → versteht die Bedeutung der Kubakrise → reflektiert Parallelen zur Gegenwart. (nicht prüfbar: „einfühlen/verstehen/reflektieren" ohne Nachweisform; keine Prüfaufgabe stellbar) Kette 3 (tragfähig, Chemie Kl. 8): kann die Teilchen in Wort- und Symbolschreibweise von Wasser benennen → kann den Versuchsaufbau der Wasserzersetzung skizzieren und beschriften → kann das 2:1-Volumenverhältnis der Gase mit der Formel erklären → kann vorhersagen, welche Gasmengen bei doppelter Wassermenge entstehen. (alle ✓; Mindestziel: die ersten beiden Sätze) Kette 4 (untauglich, Mathe Kl. 7): kann den Satz des Pythagoras anwenden → kann rechtwinklige Dreiecke erkennen → weiß, was eine Hypotenuse ist. (nicht aufbauend: Die Reihenfolge steht Kopf, das Schwerste kommt zuerst. Rückwärts gelesen wäre die Kette tragfähig. Guter Diskussionsfall.)
1.3 Vorlesetexte „Innere Monologe" — siehe Phase 2 (Planer A / Planer B, wörtlich).
Anhang 2: Quiz-Material
Teil 1: Retrieval-Starter (Min. 2–8)
- Die fünf Fragen an jede Stunde? (Ziel / Einstieg / Erklären / gemeinsam üben / allein üben)
- Beim gemeinsamen Üben liegt die Hälfte richtig – was tust du? Und welche Quote ist bei Einzelarbeit und Wiederholung das Ziel? (noch ein, zwei Aufgaben gemeinsam, kleinere Schritte, erst ab ca. 4 von 5 allein weiter; fast fehlerfrei)
- Die Umformulierungs-Formel aus Block 1? („Ich sehe [erfüllender Teil] – ich will [Zielzustand]")
- Warum ist das We do unverzichtbar – mit welchem mentalen Modell begründest du das? (ohne gemeinsames Üben geht es direkt vom Zuhören ins Alleinarbeiten; Modell 1: geführte Schritte entlasten das Arbeitsgedächtnis)
- (Anwendung) Dein Stundenprofil zeigt einen roten Block von 18 Minuten und danach direkt Blau. Welche zwei Fragen sind betroffen, und was änderst du? (Frage 3 Erklären, Frage 4 gemeinsam üben; Erklärung teilen, nach ca. 5 Min. alle antworten lassen, 2 Aufgaben gemeinsam vor der Einzelarbeit)
Teil 2: Modul-Quiz Woche 9 (für SPA/Folgewoche)
F1. „Die SuS setzen sich mit dem Klimawandel auseinander" ist… a) ein gutes, offenes Lernziel ✗ (klingt kompetenzorientiert!) b) ein Thema ohne prüfbares Ziel – keine Prüfaufgabe stellbar ✓ c) zu anspruchsvoll für Sek I ✗ d) nur als Projektziel geeignet ✗
F2. Von der Idealantwort her planen bedeutet… a) Musterstunden erfahrener Kollegen übernehmen ✗ (es geht nicht um fremde Stunden) b) die ideale Schülerantwort vor der Stunde selbst ausformulieren ✓ c) im Unterricht viele Beispiele zeigen ✗ (nah dran – das ist P4, nicht T1) d) den Erwartungshorizont nach der Klassenarbeit schreiben ✗
F3. Eine Kollegin hat eine tolle Methode gefunden und sucht jetzt das passende Thema dazu. Was fehlt in ihrer Planung? a) nichts, Methodenvielfalt ist gut ✗ (klingt modern) b) die Frage, was die Schüler am Ende können sollen ✓ c) ein Arbeitsblatt ✗ d) die Differenzierung ✗
F4. Was prüft das Exit Ticket am Ende der Stunde vor allem? a) den letzten, anspruchsvollsten Meilenstein ✗ (den schaffen nur die Stärkeren) b) das Mindestziel, also was alle können sollen ✓ c) ob die Stunde Spaß gemacht hat ✗ d) das Thema der Stunde ✗
F5. Das stofforientierte Planen („Kapitel 7 muss durch") ist gefährlich, weil… a) Lehrpläne unwichtig sind ✗ (Strohmann) b) „Stoff durch" nichts darüber sagt, ob die Klasse mitgekommen ist ✓ c) er zu langsam ist ✗ d) Schulbücher schlecht sind ✗
F6 (Transfer, Freitext): Baue aus dem Thema „Wahlrecht ab 16" (Politik, Kl. 10) ein Mindestziel und zwei weiterführende Meilensteine und formuliere die Idealantwort zum Mindestziel. (Muster: Mindestziel: kann 2 Pro- und 2 Contra-Argumente nennen und eines mit Beleg/Beispiel entfalten → kann eine begründete eigene Position in 5 Sätzen formulieren → greift dabei ein Gegenargument auf und entkräftet es. Idealantwort zum Mindestziel z. B.: „Ein Argument dafür ist, dass 16-Jährige von politischen Entscheidungen – etwa beim Klima – am längsten betroffen sind. Wer betroffen ist, sollte mitentscheiden dürfen; das zeigt sich auch daran, dass …")
Anhang 3: Ableitung für die SPA „Modul 9"
(Umgesetzt in SPAs/Modul9_Woche09_SPA.html.)
- Zwei innere Monologe (3 Min.): Planer A und B lesen, je die fehlende Frage notieren → Auflösung „Was lernen sie dabei?“, die zwei Kardinalfehler.
- Rückwärts planen (3 Min.): Reihenfolge Ziel → Nachweis → Aktivität als umgedrehter Pfeil; Lemov-Befund als Balkengrafik (Zeitverwendung wirksamste Lehrkräfte vs. Durchschnitt).
- Ziel oder Thema? (4 Min.): Mindestziel und Ampel-Kriterien (aufbauend, ansteigend, prüfbar) als Karten; 6 Formulierungen einordnen. Liegt ein Ziel-Satz aus dem Stundenprofil von Modul 8 vor, wird er eingeblendet („Ziel oder Thema?“).
- Meilenstein-Werkstatt (8 Min., Kernstück): die 4 Beispielketten aus Anhang 1.2 zum Eichen (trägt/trägt nicht), danach Mindestziel und eigene Kette mit 2–4 Meilensteinen; Nebelverben-Check („verstehen/kennenlernen/auseinandersetzen/reflektieren …“), Ampel pro Meilenstein, Prüfaufgabe als Pflichtfeld.
- Idealantwort-Werkstatt: Aufgabe zum Mindestziel, Idealantwort, Scheiter-Stelle. Die Scheiter-Stelle wird in Modul 10 (Zerlegen) und Modul 12 (Prüf-Fokus beim Rundgang) wieder eingeblendet.
- Quiz (Teil 2): F1–F5 + eine Wiederholungsfrage zu W8 + Freitext F6.
- Abschluss: Action Step (Standard/Alternativen) mit Wochenzähler, Exit-Karte, Erinnerung an den Mikroteaching-Auftrag für W10, Einreichen/Export.