Skript Woche 10: „Modellieren & Erklären – das I do"
60-Minuten-Sitzung · Block 2 · Fortbildung Quereinsteiger Sek I/II
1. Überblick
| Leitfrage | Wie erkläre ich so, dass jemand folgen kann, für den der Stoff neu ist? |
| Kernquellen | Lovell/Dowley, Routine 7 (Explaining/Modelling); Rosenshine P2 (kleine Schritte mit Übung nach jedem Schritt), P4 (Modelle zeigen); Newton (1990) zum Fluch des Wissens; Worked-Example-Forschung (Sweller, Vorgriff W15); Lemov (Think Aloud) |
| Funktion im Jahr | Vertieft Frage 3 aus W8 (Erklären: kleine Schritte, Vormachen). Das Mikroteaching ist die erste Fach-Übung vor der ganzen Gruppe – ein Meilenstein der Übungskultur. Der „Fluch des Wissens" wird Dauerreferenz (W11 Break It Down, W15 CLT, W33 Erwartungshorizonte). Die Idealantwort aus W9 liefert die Schrittgrößen-Diagnose. |
| Lernziele | Die TN können: 1. eine 3-Minuten-Erklärung nach den vier Bausteinen halten (klein schneiden, laut denken mit Falle, nach jedem Schritt alle antworten lassen, festhalten), 2. die eigene Erklärung auf ihre Schrittgröße prüfen und mit der Halbier-Regel nachbessern. |
| Sitzungstyp | Mikroteaching-Sitzung: Die Do-it-Phase ist mit 23 Minuten die längste des Jahres, der Input entsprechend knapp. |
2. Vorbereitung
Raum: Vierergruppen-Inseln mit „Bühne" (ein Stuhl-Halbkreis pro Insel); Timer pro Gruppe (Handys erlaubt). Vorab-Auftrag (seit W9 bekannt, per Exit-Karte erinnert): Jede und jeder hat eine 3-Minuten-Erklärung eines echten Fachinhalts vorbereitet. Zielgruppe ist die Gruppe als fachfremde „Klasse“. Das ist Absicht: Fachfremde Zuhörer spüren zu große Schritte am eigenen Leib.
Material (Checkliste):
- Retrieval-Quiz liegt aus
- Handout A: Mikroteaching-Feedbackbogen (Anhang 1.1), 3 Kopien pro TN
- Handout B: Vier Bausteine einer Erklärung mit Satzanfängen fürs laute Denken (Anhang 1.2)
- Los-Reihenfolge pro Gruppe (Kartenstapel)
- Für die Moderations-Demo: Prozentwert aus Stunde B (W8), Aufgabe „20 % Rabatt auf 60 €“ (Alternative für Sprachfächer: „das“ oder „dass“)
3. Ablauf im Detail (60 Minuten)
Phase 0 · Ankommen (Minute 0–2) — Standard.
Phase 1 · Retrieval-Starter (Minute 2–8) — 5 Fragen (Anhang 2, Teil 1).
Phase 2 · Brücke (Minute 8–11)
Moderationstext: „Idealantwort-Woche: Wer hat vor einer Stunde die Idealantwort geschrieben, und was ist euch dabei aufgefallen?" [2 Stimmen; fast immer kommt: „Mir ist aufgefallen, wie viel die eigentlich wissen müssen." Darauf aufbauen:] „Genau hier setzt der heutige Tag an. Bei der Idealantwort habt ihr die Lücke gesehen zwischen dem, was ihr im Kopf habt, und dem, was im Schülerheft stehen soll. Heute geht es darum, wie ihr diese Lücke beim Erklären überbrückt. Vorher eine kurze Geschichte."
Szene: 1990 bat die Psychologin Elizabeth Newton in Stanford Versuchspersonen, bekannte Lieder wie „Happy Birthday“ mit dem Finger auf den Tisch zu klopfen. Ein Gegenüber sollte das Lied erraten. Die Klopfer schätzten vorher, dass etwa jedes zweite Lied erkannt würde. Erkannt wurden 3 von 120. Die Klopfer hörten beim Klopfen die Melodie im Kopf. Die Zuhörer hörten nur ein Klopfen.
„Wenn ihr erklärt, hört ihr die Melodie. Eure Klasse hört Klopfen. Das nennt man den Fluch des Wissens: Wer etwas gut kann, kann sich kaum noch vorstellen, wie es ist, es nicht zu können. Und ausgerechnet ihr, mit Jahren im Fachgebiet, seid davon besonders betroffen."
Phase 3 · Input (Minute 11–27)
3a · See it: Dieselbe Erklärung, zweimal (Min. 11–17)
Die Moderation erklärt denselben Inhalt zweimal à 2 Minuten. Inhalt: der Prozentwert aus Stunde B (Woche 8), Aufgabe „20 % Rabatt auf 60 €“. (Alternative für Sprachfächer: „das“ oder „dass“.)
Version 1 (Ergebnis vorführen): flüssig, korrekt, kompakt: Formel W = G · p/100 anschreiben, einsetzen, 12 €, fertig. So erklärt jemand, dem alles selbstverständlich ist.
Version 2 (Vormachen mit lautem Denken): „Ich lese zuerst die ganze Aufgabe. … Jetzt frage ich mich: 20 Prozent wovon? Von den 60 €. Das ist das Ganze, also der Grundwert. Das schreibe ich mir hin: G = 60 €. … Gesucht ist, wie viel Euro die 20 Prozent sind, also der Prozentwert. … Und hier ist die Falle, in die viele tappen: Sie sehen 60 und 20 und rechnen 60 durch 20, das gibt 3. Das fühlt sich nach Rechnen an, ist aber sinnlos: 3 € Rabatt auf 60 € wären nur 5 Prozent. Deshalb setze ich nicht irgendwie ein, sondern frage zuerst: Was ist hier das Ganze? … Zum Schluss prüfe ich: 10 Prozent von 60 sind 6, also sind 20 Prozent 12. Passt."
Auswertung (2 Min.): „Was konnte Version 2, was Version 1 nicht konnte?" [Sammeln: Man hört das Vorgehen, nicht nur das Ergebnis; die Falle wurde gezeigt und entschärft; die Entscheidungspunkte wurden sichtbar.] „Version 1 zeigt, dass ich es kann. Version 2 zeigt, wie man es macht. Nur Version 2 ist Unterricht."
3b · Vier Bausteine einer Erklärung (Min. 17–25)
„Aus den beiden Versionen lassen sich vier Bausteine ableiten.
Erstens: Klein schneiden. Ein neues Element nach dem anderen, das ist Rosenshines P2. Das Werkzeug dafür ist eure Idealantwort aus letzter Woche: Zerlegt sie in ihre Bausteine. Jeder Baustein, den die Klasse noch nicht sicher hat, ist ein eigener Schritt. Wegen des Fluchs des Wissens fühlen sich eure Schritte immer kleiner an, als sie sind. Deshalb gilt die Halbier-Regel, eine Faustregel dieser Fortbildung: Halbiert die Schrittgröße, die sich richtig anfühlt. Wenn es sich quälend kleinschrittig anfühlt, ist es für die Klasse vermutlich gerade richtig.
Zweitens: Laut denken. Das Denken von Fachleuten ist unsichtbar, ihr müsst es hörbar machen: die Entscheidungen (‚zuerst prüfe ich …'), die Selbstfragen (‚woran erkenne ich …?') und vor allem die Falle. Den typischen Fehler steuert ihr absichtlich an, benennt ihn und löst ihn auf: ‚Viele würden jetzt X tun. Das ist verständlich, weil … Aber dann passiert …' Eine vorgeführte Falle schützt besser als zehn Warnungen. Woher kennt ihr die typischen Fallen? Ab Woche 20 sammelt ihr sie systematisch, bis dahin aus den Fehlern der letzten Klassenarbeit.
Drittens: Nach jedem Schritt alle antworten lassen. Das ist der zweite Teil von Rosenshines P2, der oft vergessen wird: kleine Schritte mit Übung nach jedem Schritt. In Stunde B aus Woche 8 war das Minute 9: Nach vier Minuten Erklären schreiben alle auf ihr Whiteboard, was hier der Grundwert ist. Im Stundenprofil heißt das: Auf einen kurzen roten Block folgt Gelb. Erst dann kommt der nächste Schritt.
Viertens: Festhalten. Während ihr vormacht, schauen und hören alle nur zu, die Stifte liegen. Wer gleichzeitig versteht und abschreibt, tut beides halb; warum genau, kommt in Woche 15. Abgeschrieben wird danach, als eigener Schritt, und die Kernschritte bleiben an der Tafel stehen."
3c · Kurztraining: Welcher Baustein fehlt? (Min. 25–27)
Die Moderation liest drei Szenen vor, die TN zeigen mit den Fingern den fehlenden Baustein (1–4):
Geschichte, Kl. 9: „Die Ursachen des Ersten Weltkriegs waren Imperialismus, Bündnissysteme, Militarismus und Nationalismus. Schreibt das bitte ab.“ → 1 (vier neue Begriffe auf einmal), dazu 4 (abschreiben statt verstehen).
Chemie, Kl. 8: Der Lehrer stellt eine Reaktionsgleichung auf, perfekt und schnell, und sagt dazu nur: „So, und dann ausgleichen.“ → 2 (kein lautes Denken: Wie entscheidet er, womit er anfängt?).
Französisch, Kl. 8: Die Lehrerin erklärt zehn Minuten lang sauber das passé composé mit être. Dann folgt das Arbeitsblatt. → 3 (niemand musste zwischendurch antworten).
Phase 4 · Name it (Minute 27–30)
Handout B austeilen: die vier Bausteine mit Satzanfängen fürs laute Denken, Halbier-Regel und „erst zuhören, dann abschreiben“. Feedbackbogen (Handout A) erklären: dieselben vier Bausteine, ankreuzbar, plus ein Freitextfeld „stärkster Moment“.
Phase 5 · Do it: Mikroteaching-Runden (Minute 30–53)
Setup: Vierergruppen, Los-Reihenfolge. Pro Person ein 5,5-Minuten-Slot: 3 Min. Erklärung (Timer hart!) + 1,5 Min. Feedback nach Bogen (Reihenfolge: stärkster Moment zuerst, dann ein Kriterium mit Luft nach oben) + 1 Min. Sofort-Wiederholung der schwächsten 30 Sekunden. Nach jedem Slot Rollenwechsel.
Pflicht in jeder Erklärung: Spätestens nach der Hälfte der Zeit stellt die erklärende Person der „Klasse“ eine Frage, die alle auf Zettel oder Whiteboard beantworten (Baustein 3).
Moderations-Rotation – die drei häufigsten Interventionen:
- Ergebnis vorführen statt Vormachen (kein hörbares Denken) → Zwischenruf-Karte: „Denk laut: Was fragst du dich gerade?"
- Fallen vermeiden (aus Angst, Fehler „in die Köpfe zu setzen") → kurz entkräften: Die benannte und aufgelöste Falle schützt, die verschwiegene lauert. (Volle Begründung in W20.)
- Zeit überzogen, weil alles hineinsollte → Timer gilt; die Erkenntnis aussprechen lassen: „Ich wollte zu viel in drei Minuten.“ Das heißt: Der Stoff war nicht klein genug geschnitten. Oft das wertvollste Feedback der Runde.
Phase 6 · Action Step (Minute 53–58)
Standard: „In einer Erklärphase pro Tag denke ich hörbar laut – inklusive einer absichtlich vorgeführten und aufgelösten Falle. Die Falle wähle ich vorher aus den Fehlern der letzten Klassenarbeit/Übung."
Alternativen:
- Selbst-Audio: eine Erklärphase mit dem Handy aufnehmen (nur Ton reicht!) und abends zählen: neue Elemente pro Minute – Halbier-Regel anwenden.
- Nach jedem Schritt: In jeder Erklärphase dieser Woche beantworten nach jedem Teilschritt alle eine kurze Frage schriftlich (Whiteboard oder Zettel), bevor ich weitererkläre.
Ausblick: „Nächste Woche das Stück, das Stunde A in Woche 8 gefehlt hat: das We do. Wie ihr die Klasse vom Zusehen zum Selbermachen führt, ohne sie fallen zu lassen – mit einer Treppe aus verschwindenden Hilfen."
Phase 7 · Exit-Karte (Minute 58–60) — Standard.
4. Coaching-Woche 10 (Handreichung)
- Hospitationsfokus: eine Erklärphase; Transkript-Ausschnitt anfertigen (2–3 Minuten wörtlich mitschreiben oder mit Erlaubnis Audio), das wirksamste Werkzeug dieser Woche. Dazu das Stundenprofil (W8) mitzeichnen: Wie lang ist der rote Block, und folgt darauf Gelb?
- Auswertungsgespräch: Transkript gemeinsam lesen; TN zählt selbst: neue Elemente pro Minute? Stellen mit lautem Denken markieren (oft: keine, es werden nur Ergebnisse genannt). Dann 2 Minuten der Erklärung im Gespräch neu sprechen: mit Selbstfrage, Falle und einer Frage an alle.
- Verzahnung: Idealantwort aus W9 danebenlegen – „Welcher Baustein der Idealantwort kam in der Erklärung gar nicht vor?"
- Red Flag: TN, die das Mikroteaching als bloßstellend erlebt haben → im 1:1 auffangen: Feedback-Erleben besprechen, ggf. Tandem-Konstellation für W11 anpassen; die Übungskultur trägt nur mit Sicherheit.
Anhang 1: Übungsmaterial
1.1 Handout A: Mikroteaching-Feedbackbogen
☐ 1 Klein schneiden: ein neues Element nach dem anderen? (Wo kamen zwei auf einmal?) ☐ 2 Laut denken: Selbstfragen/Entscheidungen zu hören? Falle gezeigt und aufgelöst? (Beispiel notieren) ☐ 3 Alle antworten: Gab es eine Frage, die alle beantworten mussten? Wann? ☐ 4 Festhalten: Stifte lagen beim Vormachen? Kernschritte stehen an der Tafel? ✍ Stärkster Moment (wörtlich): … ✍ Ein Impuls: …
1.2 Handout B: Vier Bausteine einer Erklärung
1 Klein schneiden: ein neues Element nach dem anderen; Werkzeug: die Idealantwort in Bausteine zerlegen. Halbier-Regel: Die Schrittgröße, die sich richtig anfühlt, halbieren. 2 Laut denken: Entscheidungen und Selbstfragen hörbar machen, eine Falle zeigen und auflösen. Satzanfänge: „Zuerst prüfe ich …“ · „Jetzt frage ich mich …“ · „Woran erkenne ich …?“ · „Hier stutze ich, denn …“ · „Viele würden jetzt …, das ist verständlich, weil …, aber dann …“ · „Ich kontrolliere mein Ergebnis, indem …“ 3 Nach jedem Schritt alle antworten lassen: eine kurze Frage, alle schreiben, du siehst die Antworten (Whiteboard, Zettel). Erst dann der nächste Schritt. 4 Festhalten: Beim Vormachen liegen die Stifte. Abgeschrieben wird danach, als eigener Schritt; die Kernschritte bleiben an der Tafel stehen.
Anhang 2: Quiz-Material
Teil 1: Retrieval-Starter (Min. 2–8)
- (Szene) „Heute lernen die Schüler den Aufbau der Zelle kennen.“ Ziel oder Thema? Formuliere es als Mindestziel um. (Thema; z. B. „kann in einer Skizze Zellkern, Zellmembran und Zellwand beschriften und je eine Aufgabe nennen“)
- (Szene) Ein Kollege: „Ich hab ein super Escape-Room-Spiel gefunden, jetzt such ich noch das passende Thema.“ Welcher Kardinalfehler, welche Frage fehlt? (aktivitätsorientiertes Planen; „Was sollen sie am Ende können?“)
- Die 6 Leiterstufen (Block 1)? (nonverbal → … → Konsequenz)
- Warum schreibt man die Idealantwort selbst? Nenne zwei Gründe. (Ziel wird genau / Lücken und Schrittgrößen werden sichtbar / Maßstab für Antworten)
- (Anwendung) Baue aus „Thema: Wahlrecht“ ein Mindestziel mit Prüfaufgabe. (z. B. „kann 2 Pro- und 2 Contra-Argumente nennen und eines mit Beispiel entfalten“)
Teil 2: Modul-Quiz Woche 10 (für SPA/Folgewoche)
F1. Der Fluch des Wissens bedeutet: a) Wissen macht überheblich ✗ (Wortassoziation) b) Wer etwas gut kann, unterschätzt, was Anfängern fehlt: Die Zwischenschritte sind für ihn unsichtbar zu einem verschmolzen ✓ c) zu viel Wissen verwirrt die SuS ✗ d) Fachwissen veraltet schnell ✗
F2. Während du modellierst, sollen die SuS… a) alles mitschreiben, sonst geht es verloren ✗ (klingt fleißig) b) nur zusehen und zuhören; abgeschrieben wird danach vom stehenden Tafelbild ✓ c) parallel schon Aufgaben lösen ✗ d) im Buch mitlesen ✗
F3. Eine typische Falle absichtlich vorführen… a) setzt den Fehler erst in die Köpfe ✗ (die häufigste Sorge – klingt plausibel) b) immunisiert: benannt + aufgelöst schützt besser als Warnungen ✓ c) verwirrt schwache SuS ✗ d) kostet zu viel Zeit ✗
F4. Deine Erklärung fühlt sich „quälend kleinschrittig" an. Wahrscheinlich ist sie… a) zu langsam – Tempo erhöhen ✗ (das Gefühl lügt – Fluch des Wissens) b) für die Klasse gerade richtig (Halbier-Regel) ✓ c) unter dem Niveau der Klasse ✗ d) ein Zeichen schlechter Vorbereitung ✗
F5. Eine Kollegin erklärt zehn Minuten lang klar und fehlerfrei. Danach hat niemand Fragen. Welcher Baustein fehlt wahrscheinlich? a) klein schneiden ✗ (möglich, aber nicht sicher) b) nach jedem Schritt alle antworten lassen: Ohne Antworten weiß sie nicht, was angekommen ist ✓ c) festhalten ✗ d) keiner, die Erklärung war ja klar ✗ (klingt vernünftig; „keine Fragen“ heißt nicht „verstanden“)
F6 (Transfer, Freitext): Skizziere eine 3-Min.-Erklärung für einen Inhalt deines Fachs nach den vier Bausteinen. Notiere wörtlich eine Selbstfrage, deine Falle samt Auflösung und die Frage, die danach alle beantworten. (Bewertungsanker: Selbstfrage in Ich-Form, Falle benannt + warum sie verführt + Auflösung, Frage an alle mit eindeutiger Antwort.)
Anhang 3: Ableitung für die SPA „Modul 10"
(Umgesetzt in SPAs/Modul10_Woche10_SPA.html.)
- Der Fluch des Wissens (2 Min.): Newtons Klopf-Experiment als Szene mit Schätzfrage („Wie viele von 120 Liedern werden erkannt?“), dann „Einen Schuh zubinden“ in Einzelschritten aufschreiben → Vergleich mit der 12-Schritte-Version für jemanden, der es noch nie gemacht hat. Punchline: „So fühlt sich dein Fach für deine Klasse an.“
- Version 1 vs. Version 2 (5 Min.): beide Erklärungen zum Prozentwert (Stunde B) als Text; in Version 2 alle Momente lauten Denkens antippen (Transkript-Check).
- Vier Bausteine (3 Min.): vier Karten + Satzanfänge als kopierbarer Spickzettel; drei Kurzszenen „Welcher Baustein fehlt?“.
- In kleine Schritte zerlegen (7 Min., Kernstück): eigenen Inhalt in Teilschritte zerlegen, Halbier-Regel als Selbstprüfung. Eingeblendet werden der längste rote Block aus dem Stundenprofil von Modul 8 („In Stunde B waren es 4 Minuten“) und die Scheiter-Stelle aus Modul 9.
- Selbstaufnahme: 3-Min.-Aufnahme (nur Ton, bleibt lokal) → Selbstanalyse mit den Kriterien des Feedbackbogens → neue Elemente pro Minute mit Zähler.
- Fallen-Bibliothek: eigene Fach-Fallen (Fehler, warum verführerisch, Auflösung); wird in Modul 13 (Planungsbogen) und Modul 20 (Plan for Error) wieder aufgerufen.
- Quiz (Teil 2): F1–F5 + zwei Wiederholungsfragen (W8 Frage 3, W9 Mindestziel/Idealantwort) + Freitext F6. Abschluss: Action Step mit Fallen-Log, Exit-Karte, Einreichen/Export.