Der Schüler, dem du am liebsten aus dem Weg gehst. Heute redet ihr.
In jedem Kurs gibt es diese eine Person, mit der ihr nach der Stunde reden müsstet – und es nicht tut. Heute bekommt ihr das Werkzeug dafür: drei Minuten, drei Schritte, ein Plan. Und weil Block 1 damit zu Ende geht: euer erster Meilenstein mit Video-Selbstanalyse.
Dein Weg durch dieses Modul
Der gemiedene Schüler → Predigt vs. W.I.N. im Vergleich → die W.I.N.-Karte + Eröffnungs-Check → der W.I.N.-Simulator (Kernstück) → Meilenstein 1 (Kompetenzmatrix) → Quiz → dein Action Step.
Denk an IHN oder SIE. Du weißt sofort, wen ich meine.
In jedem deiner Kurse gibt es wahrscheinlich eine Person, mit der ein Nachgespräch längst fällig ist – und die du bisher umschifft hast. Kein Name muss hier erscheinen, der bleibt nur bei dir und wird nicht an deinen Coach exportiert.
In 20 Minuten hast du den Gesprächsplan dafür.
Gleicher Anlass, gleiche Lehrkraft. Zwei völlig verschiedene Gespräche.
Zuerst die W.I.N.-Version: Ordne den drei Lehrkraft-Sätzen die passenden Schritte zu. Danach die Predigt-Version: Finde die Anklage-Eröffnung.
Version 1 · Das W.I.N.-Gespräch
Version 2 · Die Predigt
Tippe die Zeile an, die die Anklage-Eröffnung ist.
Der Unterschied: Version 1 beginnt mit einer offenen Frage – SEINER Version zuerst –, beschreibt die Wirkung sachlich und endet mit einem gemeinsamen, konkreten Plan. Version 2 beginnt mit einer Anklageschrift, zählt Verfehlungen auf und endet mit einer Drohung.
Erst seine Geschichte, dann die Wirkung, dann der Plan.
Drei Buchstaben. Drei bis fünf Minuten. Ein Plan.
W · Was ist passiert?
„Erzähl mir, was in der Stunde los war.“
Seine/ihre Version zuerst – zuhören, Stille aushalten.
I · Impact
„Die Gruppe hat acht Minuten verloren; ich musste dreimal unterbrechen.“
Wirkung sachlich beschreiben. Keine Moralkeule.
N · Next steps
„Was machen wir morgen anders – du und ich?“
Gemeinsam, konkret, klein.
Rahmen
privat · ruhig (warmes Register) · 3–5 Min. · zukunftsgerichtet. Notausgang: vertagen ist legitim: „Morgen, große Pause, hier.“
Check: Welcher Satz passt zu W.I.N.?
Sechs Situationen, je drei Formulierungen. Alle klingen freundlich – aber nur eine hält, was die Karte verspricht. Die Antwort ist nach dem Tippen gesperrt.
Drei Rollen. Drei Schwierigkeitsgrade. Du führst das Gespräch.
Wähle für jede Rolle nacheinander deine W-, I- und N-Formulierung. Die Antwort der Schülerin/des Schülers reagiert auf deine Wahl.
Sieben Wochen, sieben Werkzeuge. Zeit für eine erste Standortbestimmung.
Schätze die ersten drei Felder deiner Kompetenzmatrix neu ein – exakt der gleiche Bogen wie in Woche 0. Der Vergleich mit deinem W0-Bogen passiert bewusst NICHT hier, sondern im Coaching-Gespräch dieser Woche.
Playbook-Ritual
Hefte deine Skripte aus W1–W7 zusammen, Deckblatt „Mein Klassenführungs-Playbook“. Sieben Wochen, sieben Werkzeuge, alle selbst geschrieben – das hier ist keine Mappe, das ist dein erstes Berufsjahr in Reinschrift. Der PDF-Export am Ende dieses Moduls ist dein digitales Deckblatt für heute.
Fünf Fragen zu Woche 7 – plus Auffrischung.
Ein Teil der Fragen kommt aus den Vormodulen – so bleibt Block 1 präsent.
Transfer (Freitext): Melis eskaliert im Gespräch („Bei anderen sagen Sie nie was!“). Schreibe deine nächsten zwei Sätze – mit Teil-Anerkennung, ohne die Sache aufzugeben.
Muster: „Kann sein, dass ich nicht alles sehe – dem gehe ich nach. Für heute bleibt es dabei: Handy weg in meiner Stunde. Lass uns überlegen, wie morgen besser läuft.“
Dein Action Step für diese Woche.
Wähle einen Schritt – und nur einen.
Deine Vorbereitung fürs echte Gespräch
Exit-Karte (fließt ins Meilenstein-Gespräch ein)
💡 Erinnerung für Woche 8: Denk an eine Stunde, die du diese Woche tatsächlich hältst. Einen Plan brauchst du nicht.
Deine Ergebnisse teilen
„Bei Coach einreichen“ schickt deine Antworten an deinen Coach. Der PDF-Export öffnet zusätzlich den Druckdialog deines Geräts.
💡 Sicherste Variante bei Unterbrechung: „Fortschritt als Datei sichern“ herunterladen und beim nächsten Öffnen im Menü (☰ Stationen) wieder hochladen.